Zuckeralternativen – welche gibt es? Teil 2

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Welche Alternativen können uns helfen unseren Zuckerkonsum zu reduzieren? 

Zuckeralternativen sind jetzt das Ziel. Im letzten Artikel ging es um Zuckerkonsum und um die wirklich fatalen Folgen, die Zucker auf unseren Körper hat. Er ist einfach ein Mineralstoff- und Vitaminräuber. Er treibt unseren Blutzuckerspiegel in die Höhe und läßt uns nach dem Konsum sehr schnell wieder in ein Loch fallen. Wir sind energielos und haben wieder das Bedürfnis etwas zu essen. Das ist so ein Kreislauf, den man schwer durchbrechen kann.

Aber es gibt Alternativen, mit denen man Zucker ersetzen bzw. austauschen kann?

Wir beleuchten jetzt ein wenig verschiedene Möglichkeiten.

 

Honig

Honig besteht aus Frucht-, Traubenzucker und Wasser. Er enthält Vitamine und Mineralien, die uns helfen ihn sehr gut zu verwerten. Honig ist leider nicht hitzebeständig und so gehen alle wertvollen Bestandteile, in über 40°C heißem Wasser, verloren. Also die Sache mit dem „heißen Tee und Honig“, kann man vergessen.

Aber man kann ihn präventiv das ganze Jahr über verzehren, um eventuellen Pollenallergien entgegen zu wirken. Denn man nimmt so Pollen in geringer Menge auf und kann die Allergien, die im Frühjahr kommen, abschwächen.

 

Agavendicksaft

Agavendicksaft wird aus der mexikanischen Agavenpflanze gewonnen und besteht aus Fructose. Er hat weniger Kalorien als Haushaltszucker und süßt auch noch stärker als dieser. Also schon mal gut.

Veganer nutzen ihn als Alternative zu Honig. Man kann statt dessen auch einfach einheimischen Apfel– oder Birnendicksaft verwenden. Aber man muss wissen, alle Dicksäfte enthalten viel Fructose und diese beeinflußt unseren Stoffwechsel und fördert die Insulinresistenz.

 

Reissirup/Reishonig

Reissirup wird auch Reishonig genannt und enthält fast keine Fructose. Die Herstellung erfolgt durch das Verkochen von Reismehl mit Wasser. Daraus entsteht ein Sirup. Der Reissirup hat auch weniger Kalorien als Zucker und enthält Mineralien wie Eisen und Kalzium. Ebenfalls eine Alternative zu Honig.

 

Kokosblütenzucker/Palmzucker

Kokosblütenzucker oder auch Palmzucker, wird aus dem Blütennektar der Kokospalme gewonnen. Der Blütensirup wird eingekocht, getrocknet und gemahlen.

Er hat fast so viele Kalorien wie Zucker. Aber die Auswirkung auf den Bluzuckerspiegel ist trotzdem um einiges besser. Er enthält auch einige Vitamine und Mineralien, wie jedes Naturprodukt und hat weniger Fructose, als andere Zuckerarten. Aber er ist sehr teuer mit 20-40 €/ pro Kg.

 

Dattelzucker

Diese Zuckervariante, der Dattelzucker, wird aus den ganzen, getrockneten und gemahlenen Früchten hergestellt. Datteln enthalten Magnesium, Vitamin B6 und Eisen – und somit gibt es dieselbe Kombination eben auch im Zucker. Dattelzucker enthält viel Fructose. Der Zucker löst sich nicht in Tee oder Kaffee auf, aber man kann ihn zum Backen verwenden.

Stevia

Die südamerikanische Steviapflanze hat eine 300-400-fach stärkere Süßkraft, als herkömmlicher Zucker. Das bedeutet, eine Messerspitze Steviapulver ist also so süß wie ca. 100g normaler Zucker. Stevia hat keine Kalorien und so beeinflußt sie auch nicht unseren Blutzuckerspiegel. Soweit die eigentliche Theorie.

Die Steviaprodukte, die wir kaufen können, sind aber kein Naturprodukt, sondern es sind isolierte Steviolglykoside, also süß schmeckende, chemische Verbindungen der Pflanze, die z.B. mit Maltodextrin oder anderen Zuckerarten aufgetuned werden.

 

Birkenzucker/Xylit

Xylit oder Birkenzucker wird aus Holz gewonnen. Es fällt als Nebenprodukt (Xylose) bei der Papierherstellung an. Diese Xylose wird solange verarbeitet, bis sich Zuckerkristalle bilden. Eigentlich wurde das Xylit aus der Buche gewonnen, selten aus der Birke. Mittlerweile wird das Xylit auch aus Maiskolbenabfällen hergestellt und es gibt einfach sehr viel Gen-Mais…vielleicht einen Gedanken wert?

Birkenzucker hat 40% weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker und man kann ihn zum Einkochen von Marmelade verwenden oder zum Süßen von Kaffee. Er ist zahnfreundlich, denn die Bakterien im Mundraum können ihn nicht abbauen und somit können sie auch keine schädlichen Säuren bilden – also kein Karies.

 

Erythrit

ist eine coole Sache, denn Erythrit wird aus Traubenzucker hergestellt. Es ist ein Gärungsprozess, denn Hefepilze verwandeln den Traubenzucker in Erythrit. Ähnlich wie beim Bier.

Er enthält keine Kalorien und eine Süßkraft von 70%. Man findet ihn auch in ganz kleinen Mengen in Pilzen, Weintrauben und Sojasauce, sowie anderen fermentierten Lebensmiteln, wieder. Erythrit kann man zum Süßen von Eis, Limonaden oder Kuchen nutzen. Für Marmelade auch, aber es bilden sich leider Kristalle, wenn die Marmelade abkühlt.

 

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Fazit

So, das waren jetzt einige Alternativen, zu dem handelsüblichen Zucker, der in so vielen Nahrungsmitteln verarbeitet ist. Zucker wird Dingen zugesetzt, in denen wir ihn nicht vermuten. Schon allein das führt zu so vielen Krankheiten, die undefinierbaren Ursprunges sind. Du solltest einfach mal das Etikett lesen, wenn du Nahrungsmittel kaufst. Man sollte schon wissen, was man sich da reinpfeift.

Natürlich soll man generell nicht übertreiben mit dem Konsum von Zucker, auch nicht mit den oben genannten, alternativen Vorschlägen. Sie sind aber auf alle Fälle verträglicher und können besser verarbeitet werden von unserem Körper. Sie enthalten Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien, da sie naturbelassener sind. Du hast die Wahl.